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Axel Cäsar und das liebe Geld

8 Nov

In der Zeit des kalten Krieges baute Verleger Axel Cäsar Springer sein Verlagshaus in Berlin direkt an der Mauer. Und als es fertig war, blinkten fünf Meter hohe Buchstaben in Laufschrift die Botschaften der freien Welt direkt und ungefiltert in den (hier sehr aufgeräumtem) Ostteil der Stadt.

Das war so unangenehm für die Bonzen in der Hauptstadt der DDR, dass sie sich unzählige Maßnahmen überlegten, um den Informationsfluß aus dem Westen zu verhindern. Flakscheinwerfer etwa oder Sichtblenden, welche einige sechzig Meter Höhe hätten haben müssen.

Springer war immer ein absoluter Verfechter der Wiedervereinigung. Man darf ihn mögen, muss es aber nicht. Jedoch hätte er mit seinem Herzblut bezahlt, um das Ereignis von 9. November 1989 noch erleben zu dürfen.

Die Zeiten sind aber inzwischen anders. Die „DDR“ ist weg, Journalismus bringt dem Springer-Verlag anscheinend   Geld mehr, die BILD-Zeitung siecht und da überlegt man sich einige Maßnahmen. zum Beispiel Geld von iPhone-Besitzern einzufordern, wenn sie BILD oder WELT online lesen wollen.

Zum 20. Jahrestag des Mauerfalls dan die nächste Perfidie. Wenn man eine digitale Kopie der Extrablätter vom 10. November 1989 haben möchte — bitte gerne, aber laß mir Deine Kohle da.

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Screenshot morgenpost.de — 8.November 2009

Auf dem Kirchhof von Nikolassee höre ich schon die Erschütterungen ….

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