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… der Kongress tanzt nicht mehr

25 Mrz

Wobei ich mir sicher bin, dass in diesem Kongresszentrum schon fröhlich getanzt werden konnte. Platz dazu gibt es jedenfalls. Auch wenn die Sichtbetonhülle, die man heute sieht, eher abschreckend ist.

Kongressszentrum, Außen - 3. März 2013

Kongressszentrum, Außen – 3. März 2013

Ich bin mir nicht sicher, ob das, was hier steht, wirklich hundertprozentige Eigenleistung der DDR war. Dazu gibt es zu viele Ähnlichkeiten mit identisch scheußlicher Architektur aus dem Westen, die ich kenne. Vielleicht haben auch westliche Baukonzerne an diesem Schmuckstück mitgebaut. Immerhin sollte das hier ein Vorzeigeobjekt werden. Angeschlossen an ein Hotel, was hier schon länger stand sollte das Kongresszentrum Weltläufigkeit und Moderne vermitteln. Das was wir heute 80er-Jahre-Mief nennen.

Kongresszentrum, Hoteleingang - 3. März 2013

Kongresszentrum, Hoteleingang – 3. März 2013

Erstmal ist zu. Also Gelegenheit, um das Gelände zu schlendern. Fenster sind eingeworfen, spitze Zacken hängen von oben oder pendeln leicht in der verbliebenen Halterung, oder alternativ sind Pressspanplatten verbaut. Der Hoteleingang versprüht noch den Charme der späten sechziger mit Messingapplikationen und schrägen Türgriffen.

Kongresszentrum, Außen - 3. März 2013

Kongresszentrum, Außen – 3. März 2013

In jedem Zaun ist ein Loch, in jeder Mauer eine Lücke und in jedem Gebäude ein offener Zugang. Urbexers Regel Nummer eins. Wobei die Lücken und Löcher in der Regel eher von denen stammen, die unredliches Tun im Hirn haben.

Na ja, wenn es schon offen ist, kann man ja auch einen kleinen Blick hineinwerfen …..

Man muss sich erst zurechtfinden. Diverse Aufgänge, diverse Abgänge, plötzlich steht man im Keller vor Resten der gigantischen Kühlanlage, um sich gleich danach in der Bowlingbahn wiederzufinden.

Kongresszentrum, Bowlingbahn - 3. März 2013

Kongresszentrum, Bowlingbahn – 3. März 2013

Man beachte bitte die zeitgenössische Wandgestaltung auf der linken Seite sowie das angedeutete Tonnengewölbe aus Leichtmetall an der Decke. Sowas gabs seinerzeit auch in Wuppertal-Vohwinkel oder Hannover-Garbsen. Eine der Trefferanzeigen ist soagar noch ziemlich intakt.

Hinter der Bowlingbahn ist eine gemütliche Kellerbar, weiter oben und weiter hinten sind Restaurants, Nachtbars, Konferenzräume, riesige Küchen.

Kongresszentrum, Küche - 3. März 2013

Kongresszentrum, Küche – 3. März 2013

Ich könnte inzwischen fast jedesmal bevor ich einen Lost Place betrete, wetten, dass sich irgendwo etwas rotes prominent in einen Bildaufbau plaziert. Bingo. Diesmal ist es kein Hydrant, kein Sofa und auch kein Stuhl sondern ein Feuerlöscher.

Das Kongresszentrum hat die Neunziger noch erlebt, ist heile über die Wende gekommen und dann in diversen spekulativen Sümpfen untergegangen. Man hatte Pläne für eine Wellnessoase (50 Millionen Euor) ein Kongresszentrum (made me smile, 35 Millionen Euro) und nichts davon ist realisiert worden.

Einmal noch kam das Privatfernsehen hierher und produzierte eine furchtbar lahmarschige Polizei-Actionserie in dem Gebäude, was damals noch einigermassen intakt war. Seitdem ist hier der Vandalismus in seiner ausgeprägtesten Form zu sehen. Fast nichts ist mehr heile. Das ist gerade für einen Platz, wie diesen, wo sehr viel Glas verbaut wurde, natürlich schlimm.

Kongresszentrum, Foyer - 3. März 2013

Kongresszentrum, Foyer – 3. März 2013

Bei genauerer Betrachtung der Elektrotechnik und der Schalter (auf edlem Nußbaumfurnier) egibt sich hier ein Mix aus West- und Ostprodukten. Bei dem Schalter hier kamen mir Erinnerungen an meine alte Schulaula, die exakt die gleichen Knöpfe hatte.

Kongresszentrum, Notbeleuchtungsschalter - 3. März 2013

Kongresszentrum, Notbeleuchtungsschalter – 3. März 2013

Myriaden von Scherben lassen den Spaziergang zu einem akkustischen Erlebnis werden. Immerhin, man bemerkt schlimmstenfalls auch, wenn sich jemand anders nähert. Was aber an diesem sehr unterkühlten Märztag nicht der Fall ist. Trotzdem hüpft das Herz immer wieder mal, wenn der Wind durch die zerbrochenen Fenster pfeift und Türen oder lose Deckenplatten leicht melancholisch knarren.

Im Obergeschoss ist der Kinosaal. Aus unerfindlichen Gründen (vermutlich hat das was mit der Filmerei zu tun) wirkt er von aussen, wie eine Moschee.

Man erkennt noch die Luken, durch die der Projektor einst die Legende von Paul und Paula an die nicht mehr vorhandenen Leinwand geworfen haben könnte.

Kongresszentrum, Kinosaal - 13. März 2013

Kongresszentrum, Kinosaal – 13. März 2013

Im Vorraum ist auch kein Stein mehr auf dem anderem. Komischerweise ist der Stuhl nicht rot sondern grau. Aber das rote Objekt hatten wir ja schon.

Kongresszentrum, Vorraum zum Kino - 3. März 2013

Kongresszentrum, Vorraum zum Kino – 3. März 2013

Treppauf, treppab, Empfangstresen, zentrale Elektroverwaltung, Audiosteuerung, Kühlkammern, Büros, Sozialräume, Lagerräume. Dieses Biest ist riesig. Kein Mensch mehr da, auch vom Personal ist keiner mehr zu sehen.

Kongresszentrum, Personalraum - 3. März 2013

Kongresszentrum, Personalraum – 3. März 2013

Ich gebe keinen Pfifferling mehr für dieses Gebäude. Nach einigen Rangeleien mit dem zuständigen Bezirkstadtrat wird man dieses marode Häuflein Beton mit Hilfe einiger schwerer Maschinen ind handliche Betonwürfel verwandeln und dann ein ordentliches Kongresszentrum errichten. Oder ein Kongresszentrum mit Wohlfühloase.

Mal sehen, ob ich an der Garderobe meine Jacke wieder bekomme …..

Kongresszentrum, Garderobe - 3- März 2013

Kongresszentrum, Garderobe – 3- März 2013

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Verfallende Industriekultur in Leipzig (2)

22 Mrz

War ich vorher im Norden, habe ich jetzt die ganze Stadt durchkreuzt und bin eher im Südwesten gelandet. In Plagwitz um genauer zu sein. Plagwitz, bis Mitte des 19. Jahrhunderts ein Dorf mit einer Handvoll Einwohner hat sich im Zuge der Industrialisierung unter streng kapitalistischen Methoden bis Ende des Jahrhunderts zu einem grossen Industriestandort entwickelt. Klar und logisch, dass Leipzigs Stadtväter dieses florierende Fleckchen Erde schnell eingemeindet haben. War ja schon alles da: Strassenbahn (wenn auch noch mit Pferden), Eisenbahnanschluss, Kanal. An diesem Ort ließ sich der Maschinenfabrikant Swiderski gegen 1888 mit der Erweiterung seiner Maschinenfabrik nieder. Swiderski produziert recht erfolgreich Dampfmaschinen und dort, wo er seine Firma gegründet hatte, war kein Platz mehr zur Expansion.

Maschinenfabrik Swiderski, Leipzig Plagwitz, Verwaltungsgebäude - 2. März 2013

Maschinenfabrik Swiderski, Leipzig Plagwitz, Verwaltungsgebäude – 2. März 2013

Die Architektur entspricht der Formensprache des Wilhelminismus (noch war der erste Wilhelm auf dem Thron), Eduard Steyer und Paul Ranft waren die Architekten, die der Fabrik ihr Gesicht gaben. Pate gestanden haben hier die Gotik aber auch die englische Architekturder Tudorzeit. Wobei sich die Verspieltheit des Verwaltungsgebäudes in den Fabrikhallen selber etwas gedämpft wiederfindet. Immerhin hatte Swiderski selber genug Chuzpe, sich sein Wappen in Granit gemeißelt über die Eingangstür hängen zu lassen.

Maschinenfabrik Swiderski, Leipzig Plagwitz, Familienwappen - 2. März 2013

Maschinenfabrik Swiderski, Leipzig Plagwitz, Familienwappen – 2. März 2013

Die Firma, die mit Buchdruck-Schnellpressen und kleinen Dampfmaschinen in eine furiose Zukunft startete baute jetzt Petroleum-Motoren und Lokomobile. Bei den Motoren handelte es sich vermutlich um die ersten kommerziell einsetzbaren Dieselmotoren mit entweder Zweitakt-Verfahren oder die etwas spätere Variante mit Ventiltrieb und Viertakt.

Maschinenfabrik Swiderski, Leipzig Plagwitz, Fabrikhalle - 2. März 2013

Maschinenfabrik Swiderski, Leipzig Plagwitz, Fabrikhalle – 2. März 2013

Da es immer noch mächtig taut und das Wasser an allen nicht dafür vorgesehenen Stellen nach unten drängt, umrunde ich das Gebäude erstmal, um eine Stelle zu finden, an der man nicht unweigerlich Tropfen in den Nacken kriegt. Dabei sehe ich, dass zumindest sparsam aber sichtbar auch die Fabrikhalle das eine oder andere Türmchen bekommen hat.

Maschinenfabrik Swiderski, Leipzig Plagwitz, Fabrikhalle - 2. März 2013

Maschinenfabrik Swiderski, Leipzig Plagwitz, Fabrikhalle – 2. März 2013

Die Firma wird in eine Aktiengesellschaft umgewandelt, wobei der Patriarch zunächst noch den größten Anteil selber hält. Aber er hat Probleme. Sein Sohn ist an der Fabrik nicht interessiert, stattdessen wird er Schachspieler und das zur Verblüffung des Vaters soger ein ziemlich erfolgreicher. Seine TOchter treibt es noch viel schlimmer. Gertrude Davis ist Frauenrechtlerin, Sufragette, mit einem linken Zeitungsredakteur verheiratet (der später hohe politische Karriere macht) und Vorreiterin in vielen Frauenrechtsfragen. Auch am Anstieg der Konsum-Genossenschaften war sie beteiligt.

Im Inneren ist es leer. Das war zu erwarten. Man sieht deutlich, die später hinzugebaute (aber ewigwährende) Notlösung, zusätzlichen Produktionsplatz zwischen zwei Hallen dadurch zu nutzen, dass man einfach noch ein Dach darüberzog.

Maschinenfabrik Swiderski, Leipzig Plagwitz, Zwischendach - 2. März 2013

Maschinenfabrik Swiderski, Leipzig Plagwitz, Zwischendach – 2. März 2013

1916 kam das Unternehmen in den Besitz der Industriewerke GmbH. Jetzt wurden wieder vermehrt Druckereimaschinen produziert. das Werk war vollständig, hatte eine eigenen Giesserei und eine Wasserversorgung. Das ist der Turm vom ersten Bild, der nicht etwa die Vorstandsetage enthielt, sondern ein schnödes Wasserreservoir. Nach dem 1. Weltkrieg gehörte die Firma seit 1921 Georg Spieß, die Produktpalette blieb gleich.

Maschinenfabrik Swiderski, Leipzig Plagwitz, in der Produktionshalle - 2. März 2013

Maschinenfabrik Swiderski, Leipzig Plagwitz, in der Produktionshalle – 2. März 2013

Die Halle ist ausgeweidet. Sie erfährt das Schicksal ungezählter anderer aufgegebener Industriestandorte. Grossflächige Graffitti, Unmengen farbiger Paintball-Kugeln und nicht mehr der leiseste Hinweis auf das, was hiermal war. Sonst kann man mit Glück noch mal Schilder, Bedienhinweise, oder Warnungen erkennen. Das ist hier nicht mehr so.

Was in den dreissiger Jahren und im Krieg hier passiert ist, habe ich bei meinen Recherchen noch nicht so richtig herausbekommen. Vermutlich wurden auch hier kriegswichtige Güter hergesellt, von grösseren Schäden durch Bombardierung ist nichts sichtbar. Nach 1945 hat sich hier irgenwann der VEB Druckmaschinen Leipzig eingenistet und ist bis zum Ende der DDR geblieben. Gerüchteweise sollen hier auch noch Autoteile für den Wartburg hergestellt worden sein.

Möglich. Aber nichts erinnert daran.

Ich vermute, dass das Gelände trotz Denkmalschutzes irgendwann plattgemacht wird. Die Hallen aus den fünfziger Jahren, die direkt an der Strasse standen, sind bereits abgerissen. Ein paar Jahre noch warten, sagen sich die Stadtväter, dann ist alles von alleine eingefallen und wir müssen nur noch wegräumen ….

Aber so echt altes Gemäuer kann vielleicht noch ganz schön zäh sein!

 

Wer noch mehr sehen will, geht zum Arboretum und wir treffen uns demnächst am Postbahnhof wieder.

Lungenheilstätte

18 Sep

Jetzt denkt ja jeder erstmal an Beelitz, wenn das Wort Lungenheilstätte fällt. Aber Beelitz (wo man wirklich nicht mehr hinfahren sollte, so kommerziell, wie es dort geworden ist) ist ja nur eine von buchstäblich hunderten Sanatorien dieser Art.
Als man gegen Ende des vorvergangenen Jahrhunderts anfing, systematisch gegen die allgegenwärtige Volkskrankheit Tuberkulose vorzugehen, entwickelte die Mediizin den allbekannten Typ von Sanatorium: Tief im Wald gelegen, Patientenzimmer auf der Südseite mit möglichst Frischbelüftung rund um die Uhr und zusätzlich erkannte man, dass Höhenluft die Kur noch verbesserte. In Folge dieser Erkenntnisse wuchsen die Lungensanatorien in Mitteleuropa wie Pilze aus dem Boden. Eines der bekanntesten aus dieser Zeit dürfte das Sanatorium des Erhard Hartung von Hartungen sein, das ursprünglich am Gardasee lag, aber von Thomas Mann in die Davoser Bergwelt versetzt wurde und dort der „Zauberberg“ war.

In Zeiten vor der Wende saß ich häufig bei Freunden meiner Eltern in einem kleinen Luftkurort im Oberharz knapp vor der damaligen Grenze im Garten und wir sahen deutlich etwa dreihundert bis vierhundert Meter hinter dem Grenzaun ein Gebäudeensemble am Hang in den Westen herüberleuchten. Das ist das Lungensanatorium hieß es und ich staunte, weil es Leute gab, die mit in der Runde saßen und das noch kannten. Danach vergaß ich das.

Im Juli dieses Jahres, wieder einmal in der Heimat unterwegs fiel es mir auf dem Weg nach Braunlage wieder ein. Ich suchte die Stelle, aber die Aussicht war längst zugewachsen, die Freunde längst weggezogen. Auf Luftbildern war es allerdings dann doch leicht zu orten.

Lungenheilstätte, Hauptgebäude – 7. Juli 2012

Lungenheilstätte, Hauptgebäude – 7. Juli 2012

Es ist ein imposantes Hauptgebäude. was hier vor fast genau 110 Jahren errichtet wurde. Bis zum 3. Obergeschoß hat man Granit verwendet. Ursprünglich stand das Hauptgebäude erstmal alleine am Hang, die Erweiterungen erfolgten dann Schritt für Schrit bis in die späten dreissiger Jahre.

Lungenheilstätte, Hauptgebäude – 7. Juli 2012

Lungenheilstätte, Hauptgebäude – 7. Juli 2012

Träger der Einrichtung war bis 1945 ein kirchlicher Orden, der gerade in den Anfangsjahren der Sanatoriums darauf achtete, dass auch finanziell minderbemittelte Personen hier die Möglichkeiten zur Behandlung bekamen. Bis Ende der Inflationszeit wurden hier übrigens nur Frauen behandelt. Die Tagessätze lagen zwischen 5 Reichsmark im Vierbettzimmer bis zu 7 Reichsmark im Einzelzimmer.

Lungenheilstätte, Seiteneingang – 7. Juli 2012

Lungenheilstätte, Seiteneingang – 7. Juli 2012

Über dem Seiteneingang auf der Südseite ist die nach einem Brand in den neunziger Jahren eingestürzte Kapelle zu erahnen. Die Drehleiter der Feuerwehr konnte aufgrund der vielen Trümmer und Schuttmassen rund um das Gebäude ihre Stützen nicht ausfahren.

Lungenheilstätte, Haupteingang von Aussen – 7. Juli 2012

Lungenheilstätte, Haupteingang von Aussen – 7. Juli 2012

Der Haupteingang an der Ostseite zeigt, wie prachtvoll die architektonische Ausgestaltung ursprünglich gewesen sein muss. Dass das Haus ein Trümmerfeld sein würde, war mir ja nach den Recherchen im Netz schon klar, aber an manchen Stellen (die vandalensicher sind) blitzt noch die alte Schönheit hervor. Ob die Figur an der Südseite aus Alabaster oder schnödem Beton ist, kann ich auf die Entfernung nicht ausmachen. Auch bleibt die Frage offen, wen sie darstellt. Vermutlich was griechisches aus der Mythologie, die Damen sind ja damals schon immer mit nacktem Busen durch die Weltgeschichte getobt.

Lungenheilstätte, Skulptur an der Aussenwand – 7. Juli 2012

Lungenheilstätte, Skulptur an der Aussenwand – 7. Juli 2012

Im Inneren sind es jetzt im Juli gleich gefühlte 20° kälter. Der Eingang, der oben von aussen gezeigt ist, stellt sich von der anderen Seite so dar. (Man beachte die stylische Lampe … aber dazu später mehr):

Lungenheilstätte, Eingang von Innen – 7. Juli 2012

Lungenheilstätte, Eingang von Innen – 7. Juli 2012

Ich konnte mich jetzt natürlich in den Hintern beissen. Alles war dabei und am Mann, wie es so schön heisst: Leatherman, Lampe, IR-Fernbedienung, was zu Essen, Trinken, Rauchen, Ersatzakku. Nur das Stativ lag im anderen Auto. Also musste ich die Bilder im Gebäude mit hochgedrehter ISO-Zahl machen, was das Rauschen ab und an erklärt.

Lungenheilstätte, Erkerzimmer – 7. Juli 2012

Lungenheilstätte, Erkerzimmer – 7. Juli 2012

Keine Ahnung was für eine Funktion dieses Erkerzimmer im ersten Stock mal hatte, aber die Aussicht ist grandios. Ein paar Meter weiter sind die Überreste des Kinosaals zu bewundern. Ein paar wenige Stühle sind hier noch zu sehen, ein paar weitere habe ich in Keller gefunden. Der Kinosaal ist nebenbei bemerkt erst von den späteren Benutzern nach 1945 hier an Stelle der Kapelle eingebaut worden. Man war ja ein antikonfessioneller Staat!

Lungenheilstätte, Kinosaal – 7. Juli 2012

Lungenheilstätte, Kinosaal – 7. Juli 2012

Nach 1945 wurde der ursprüngliche Träger direkt enteignet. Für eine jährliche Nutzungsgebühr von 65. 000 Mark (der DDR) wurde der Betrieb vom Kreis Wernigerode dann weiterführt. Trotz der absoluten Grenznähe, es waren ja wie schon erwähnt nur wenige Schritte bis zum Grenzstreifen, konnte der normale Alltag bis 1967 weitergelebt werden. Dann kam aber über Nacht die Kündigung und für den normalen Arbeiter und Bauern war fortan Schluss mit Lungenkur in guter Harzer Höhenluft.

Lungenheilstätte, Treppenhaus – 7. Juli 2012

Lungenheilstätte, Treppenhaus – 7. Juli 2012

Ich könnte mir gut vorstellen, dass Miss Pivot in diesem Treppenhaus was morbid-erotisches zaubern könnte.

Gehen wir eine Etage höher. 1967 übernahm die Nationale Volksarmee das Sanatorium und von diesem Moment an war das Haus nicht mehr nur Lungensanatorium, Tuberkulose war auch in der DDR fast ausgerottet, sondern Rehabilitationsstätte für alle mögliche Krankheiten. Sogar Armeegeneral Hoffmann, damals schon Verteidigungsminister, erholte sich in den siebziger Jahren hier.

Lungenheilstätte, Waschecke – 7. Juli 2012

Lungenheilstätte, Waschecke – 7. Juli 2012

Im Obergeschoss kann man die Reste der Zimmer bewundern, in denen sich die Oberleutnants oder höherer Dienstgrad der Volksarmee erholen sollten. Einfacher Standard, der dem im damaligen Westen nachempfuden war; zumindest, was die Farben betraf. An fast jeder Zimmerdecke schaukelt noch der Rest einer Zimmerlampe, die ich im Original lieber nicht mehr gesehen hätte.

Lungenheilstätte, Deckenlampe – 7. Juli 2012

Lungenheilstätte, Deckenlampe – 7. Juli 2012

Das Schwesternzimmer auf der Etage sieht auch nicht besser aus. Also, ich vermute jetzt einfach, dass es das Schwesternzimer war. Vielleicht auch ein Aufenthaltsraum oder Clubzimmer.

 

Lungenheilstätte, Schwesternzimmer – 7. Juli 2012

Lungenheilstätte, Schwesternzimmer – 7. Juli 2012

Rauchen und der Genuß von Alkohol waren selbstverständlich von Beginn an bis zum Ende 1992 strengsten verboten!

Im Keller liegen dann unerwartet noch Kinostühle herum.

Lungenheilstätte, Kellerraum – 7. Juli 2012

Lungenheilstätte, Kellerraum – 7. Juli 2012

Nach zwei Stunden in der Grabeskälte wird es Zeit, wieder ans Tageslicht zu gehen. Der Wärmeschock ist hart. Der Fichtenduft ist nach der Moderluft im Gebäude Balsam.

Und das Stativ grinst mich vom Rücksitz her an ……

Backwaren ….

10 Sep

Es ist nochmal richtig schönes Wetter dieses Wochenende. Nicht so eine endlos heisser Augusttag an dem man lieber im Schatten sitzt, sondern ein warmer Septembergruss, der sich richtig Mühe gibt, einen mit leichter Brise und einer goldenen Sonne das Herz erwärmt. Also ideal für einen kleinen Ausflug in den Norden.

Man fährt nicht weit von Berlin, eine Dreiviertelstunde vielleicht, läßt gerade mal den Berliner Ring hinter sich und landet in einem Gewerbegebiet, in dem sich alles das wiederfindet, was man in Gewerbegebieten vermutet: Steinmetze, Fensterbauer und dergleichen. Mittendrin allerdings steht die Bäckerei. Etwas verloren inzwischen, denn gebacken wird hier nicht mehr, seit über zwanzig Jahren.

Die Bäckerei, Hauptgebäude — 9. September 2012

Die Bäckerei, Hauptgebäude — 9. September 2012

Geocacher und ein paar Fotografen kennen diesen Platz, die sonst üblichen Vandalenhorden haben das Gelände noch nicht entdeckt. Glücklicherweise.

Etwas beklemmend ist die Atmosphäre schon, der Betrieb ist 1940 errichtet worden, in einer für die Zeit sehr typischen verniedlichenden und Gemütlichkeit assoziierenden Architektur. Hier mußten Gefangene in der nationalsozialistischen Diktatur Brote backen. Bis zu 40.000 Stück am Tag. Kommißbrote für andere Gefangene, Weizenbrote für das herrschende Volk, vulgo Militär. Das eigentliche Volk hatte damals nichts mehr zu fressen. Von hier aus wurden täglich fünfstellige Anzahlen von Backwaren bis in den Harz, ins Lager Dora Mittelbau bei Nordhausen verschickt. Kann man sich nicht vorstellen, von außen sieht der ganze Komplex eher wie eine mittelgrosse Villa aus.

Die Bäckerei, Umkleideraum — 9. September 2012

Die Bäckerei, Umkleideraum — 9. September 2012

Im Unkleideraum finden wir noch ein paar Schuhe ansonsten sind die Schränke leer.

Die Bäckerei, Sozialräume — 9. September 2012

Die Bäckerei, Sozialräume — 9. September 2012

Von den eigentlichen Erbauern beziehungsweise der Originalausstattung findet sich hier nicht mehr viel. Der neue Staat auf diesem Territorium musste seine Bürger, Arbeiter und Bauern ja auch mit Brot versorgen. Also wurde hier weitergebacken. im Erdgeschoss stehen die Überreste von gleich zwei Backstrassen.

Die Bäckerei, Backstrasse — 9. September 2012

Die Bäckerei, Backstrasse — 9. September 2012Die Bäckerei, Backstrasse — 9. September 2012

Ski turnte nebenan rum und konnte entfesselt blitzen, ich hatte nur das Stativ dabei, etwas mehr Licht, als von draussen kam, wäre für die Bilder vielleicht auch besser gewesen, aber das machen wir beim nächsten Besuch ….

An der Backstrasse war noch relativ viel dran (soweit ich das beurteilen kann), jedenfalls die Schildchen für die diversen Hebel. Ich kann mir diesen Prozess ohnehin nicht wirklich genau vorstellen. Hinten schob man die rohen Teiglinge, die ja heute nachgewisenermassen auch China kommen, rein und vorne kommt das fertige Brot raus. Leider muss man zwischendurch immer mal wieder irgendwelche Hebel für Wrasenabzug und Schwadenbildung bewegen. Hä?

Die Bäckerei, Detail Backstrasse — 9. September 2012

Die Bäckerei, Detail Backstrasse — 9. September 2012

Etwas konventioneller (oder bekannter) sah der Ofen gegenüber aus. Hier lagen sogar noch Komißbrotformen herum. das Ofenthermometer zeigte sogar die aktuelle Temperatur im Inneren an 😉

Die Bäckerei, Detail Backofen — 9. September 2012

Die Bäckerei, Detail Backofen — 9. September 2012

Wir gehen eine Etage höher. Das Treppenhaus hat definitiv bessere Zeiten gesehen. Aber immerhin: Auch hier keine Graffittis.

Bäckerei-Die Bäckerei, Treppenhaus — 9. September 2012

Bäckerei-Die Bäckerei, Treppenhaus — 9. September 2012

Der Zweck des Dachbodens ist nicht wirklich ersichtlich, aber die Stimmung mit der offenen Luke, durch die das warme Spätsommerlicht in den dunklen Raum einströmt, ist faszinierend.

Die Bäckerei, Dachboden— 9. September 2012

Die Bäckerei, Dachboden— 9. September 2012

Gegenüber liegen vermutlich sicherheitshalber auf Vorrat besorgte Biberschwänze, um im Reparaturfall was fürs Dach zu haben. Auch hier zeigt sich im Detail ein Stück der Mangelwirtschaft der DDR. Diese quasi Ersatzteile sind nämlich nicht aus Ton, wie das, was im Original auf dem Dach liegt, sondern aus schnödem Beton.

Die Bäckerei, Dachziegellager— 9. September 2012

Die Bäckerei, Dachziegellager— 9. September 2012

Die höchste Ebene des Gebäudes ist der Sackboden. Bis hierher führt ein Aufzug, der die Mehlsäcke anlandet. Das ist der schönste aber auch gefährlichste Raum, weil einem hier hier keine Geländer oder irgendetwas ähnliches  vor dem Sturz in die Tiefe bewahren, aber hier dafür beste Bild mit der Weite des Raumes (Entschuldigung Herr Huberty) entstanden ist.

Die Bäckerei, Sackboden — 9. September 2012

Die Bäckerei, Sackboden — 9. September 2012

Ski und ich kennen uns schon lange. Wir wissen, was man dann, wenn man wieder am Auto ist, zelebriert: Einen Carajillo. Zugegeben in der Reiseversion, weil es doch sehr lästig wäre, eine ausgewachsene Espressomaschine mit sich rumzuschleppen.

2 Stück brauner Rohrzucker, einen Spritzer Veterano und frisch aufgebrühten Kaffee aus der (italienischen) Mokkamaschine – im Glas serviert!

Carajillo

Carajillo

Cheers!

Elbidyll – KKW Niedergörne

29 Aug

Der Katastrophenwinter 1978/1979 ist den meisten, die damals schon mindestens fünf oder sehchs Jahre alt waren und im Norden Deutschlands wohnten, noch in Erinnerung. In Ost und West war alles eingeschneit, erforen; Militär mußte hier und da mit Hubschraubern, Panzern, Pionieren dafür sorgen, dass das Leben irgendwie weiterging. Es wurde geboren, gemolken, gestorben und manche Leiche fand man erst im Frühjahr, als der Schnee endgültig geschmolzen war.

Die jüngste Vergangenheit hatte die Deutsche Demokratische Republik in mehrerer Hinsicht stark gebeutelt. Ein Energiversorgungskonzept, dass zu 90 Prozent auf heimischer Braunkohle basierte, war durch die Ereignisse dieses Winters stark in Frage gestellt. In den Tagebauen wurden mit Hilfe des Militärs und mit umgebauten Flugzeugturbinen aus veralteten MIG Düsenjägern die Untergründe aufgetaut. das war wirtschaftlich auf Dauer untragbar. Öl aus der allmächtigen Sowjetunion, was bis Mitte der Siebziger zum Spottpreis erhältlich war, war nach der Ölkrise auch für die Genossen des Warschauer Vertrages teuer. Die vermeintlich Kosten sparenden Umbauten der Dampflokomotiven auf Öl wurden sukzessive wieder rückgängig gemacht. Man verfeuerte wieder Braunkohle.

Dass die DDR hier energiepolitisch in der Zwickmühle saß, war ihr letztendlich selber bewußt. Die einzige Lösung, dauerhaft autark zu werden, war, sich Kernkraftanlagen zuzulegen, mit der Wismut in Aue saß man ja wenigstens an der Quelle des Urans. Eigenes Know-How gab es nicht, deswegen wandte man sich zu erst an den Westen (KKU – Kernkraft-Union), aus Kostengründen (und vermutlich auch, weil man bei Verträgen mit der Bundesrepublik gefährliche Abhängigkeiten fürchtete) ließ man sich dann dann von der UDSSR beraten.

Am Ende plante man ein Kernkraftwerk mit vier Blöcken zu jeweils 1.000 Megawatt. Das wäre zum damaligen Zeitpunkt das leistungsfähigste Kernkraftwerk auf deutschem Boden gewesen. Geplanter Termin um ans Netzt zu gehen: 1991.

Idyll an der Elbe, KKW Niedergörne – 11. August 2012

Idyll an der Elbe, KKW Niedergörne – 11. August 2012

Die Zeitläufte überholten das Projekt, als die Wende kam, übernahm die Treuhandanstalt zwischenzeitlich Kontrolle, weitegebaut wurde trotzdem, Siemens witterte das große Geschäft. Am Ende mußten anber alle Beteiligten einsehen, dass es Irrsinn war, vier Reaktorblöcke mit russischer Technik aus den siebziger Jahren an der Schwelle zum einundzwanzigsten Jahrhundert noch zu Ende bauen zu wollen.

Ergo begann man ungefähr 1993 mit dem Abriss.

Ein Wohnblock ist in zehn Minuten gesprengt, eine Fabrik kann man in vielleicht drei Monaten dem Erdboden gleichmachen. Sogar der Palast der Republik ist in relativ kommoder Zeit vom Erdboden verschwunden. Am Abriss dieser Kernkraftwerksruine ist man seit gut zwanzig Jahren beschäftigt.

Idyll an der Elbe, KKW Niedergörne – 11. August 2012

Idyll an der Elbe, KKW Niedergörne – 11. August 2012

Immerhin ist dieses Kraftwerk nie so weit gewesen, dass auch nur ein einziges Gramm radioaktives Material hier angelandet wurde, aber die in zehn Jahren entstandene Substanz scheint doch schwerer aus der Welt zu schaffen zu sein, als man sich das als Normalbürger vorstellt. Jedenfalls sind von der Reaktorhüle vom Block zwei noch einige Teile zu beseitigen, auf dem Gelände tackern rund um die Uhr, auch am Wochenende die Presslufthämmer, die an riesigen Baggern montiert sind. Ein intensiverer Besuch des Geländes ist nicht anzuraten, unfreundliche schwarzgekleidete Herren mit Bizepsumfang etwa eines Abwasserrohrs legen dem Besucher schnell nahe, dass Bilder höchsten von jenseits des Zaunes erwünscht sind.
Eine ungefähre Idee, von der schieren Größe der Anlage erhält man gut, wenn man sich mal die Darstellung von Google Maps ansieht. Die kreisrunden Hinterlassenschaften im nordöstlichen Bereich sind Spuren der Kühltürme.

Was noch steht, ist neben dem letzten Reaktorblock die Dieselmaschinenhalle und ein Teil der Kontrollgebäude in dem vermutlich die Gesamtsteuerung der Anlage untergebracht worden wäre.

Idyll an der Elbe, KKW Niedergörne – 11. August 2012

Idyll an der Elbe, KKW Niedergörne – 11. August 2012

Was bleibt nach dieser knappen Stunde am Elbufer? Trotz allen Wissens ein ungutes Gefühl, was auch mit den dreissig Grad im Schatten, dem anrollenden Gewitter zu tun haben mag. Aber auch die Menschleere und die Abgeschiedenheit gepaart mit den immer noch unheimlich riesigen Ruinen und dem tief im Inneren verankerten Wissen, dass man eigentlich nicht hier sein sollte, lassen einen dann doch etwas frösteln.
Das Auto glüht, die paar Minuten, die es mit offenen Türen, Klappen, Schiebedach etwas abkühlt, werfe ich noch einen Blick auf die immerhin fertiggestellte Verwaltungszentrale. Alles tot und verlassen. Hier ist auch nichts mehr. Die Papierfabrik ein paar Meter weiter scheint ohne Personal auszukommen. in der ganzen Zeit, die ich hier auf dem Gelände verbringe, ist einmal ein Auto die Landstrasse entlang gefahren. Zeit zu gehen.

Idyll an der Elbe, KKW Niedergörne – 11. August 2012

Idyll an der Elbe, KKW Niedergörne – 11. August 2012

Dieses (hier unbeschreibliche Worte einfügen) Objektiv werde ich jetzt auf den Müll werfen … es kostet mich mehr Zeit, in Photoshop die stürzenden Linien und Verzerrungen wieder rauszurechnen, wobei immer noch krumme Geraden herauskommen, als mal einen Monat vielleicht nicht zu tanken oder rauchen …

Schnee

27 Aug

… etwas Schnee, bevor er wirklich wieder in unseren Breiten auftaucht.

Rostock 2012

Schnee 1

kalt, körnig, kristallin,

Schnee 2

pudrig, sandig, verweht, vergänglich

 

Schnee 3Schnee 3

Schnee 3

verdreckt, verschmolzen, verschoben, verbacken

Schnee 4

Schnee 4

Die Lust am Verfall

20 Nov

… oder „the Fascination of decay“.

Was treibt jemanden, wie mich immer wieder in die Abseiten von Berlin? Schwierig das jemandem anders zu erklären.

Mit dem Zug in einer Stunde, mit dem Auto teilweise in 30 Minuten erreichbar, kommt man an Stätten, die innerhalb der Stadt oder an ihrem Rand verfallen. Meistens seit 1990 oder kurz danach. Mal nicht mehr benötigt, mal überflüssig, nicht gewollt, mal undankbares Erbe in fast jedem Fall von den Zeitläuften überholt.

Lungensanatorien braucht man schlicht und ergreifend nicht mehr. Fliegerhorste ebensowenig. Auch sind Irrenanstalten und Ballsäle nicht mehr auf der Liste der bevorzugten Ziele unserer heutigen Gesellschaft.

Dennoch existieren sie. Mitten unter uns. Leider zerfallen. Der Zerfall, der noch im leisen Hauch mitteilt, was hier mal gewesen ist, fasziniert mich und hier sind ein paar Aufnahmen aus den letzten Monaten, die diese Faszination vermitteln sollen.

Ortsnamen lasse ich mal weg, die Zahl derer, die sich dem Eindruck entziehen und nur plündern, marodieren und am Ende Feuer legen, ist mir zu gross.

Fascination of Decay - Sanatorium 2011 - 11

Fascination of Decay - Sanatorium 2011 - 11

Das Bild oben Bild zeigt einen Saal für Feiern oder auch Mahlzeiten in einem Sanatorium. Da der Ort so tief im Wald abseits jeglicher Anbindung liegt, ist hier weder Graffitti noch Metallklau zu bemerken.

Fascination of Decay Gaswerk Berlin - 11-2011

Alte Gasfabrik. Bei meinem Fototermin bog ich um eine Gebäudeecke und schreckte zwei sehr leicht bekleidete Damen mitsamt Fotograf aus ihrer Session …

Fascination of Decay - Fliegerhorst bei Berlin - 11-2011

Fascination of Decay - Fliegerhorst bei Berlin - 11-2011

Schätzungsweise WBS 70 … bei 500.000 sowjetischen Soldaten nebst Familienanhang bei Offizieren reichte das bislang requierierte Gebäudematerial nicht.

Fascination of Decay - Fliegerhorst bei Berlin - 11-2011

Appellplatz vermutlich. 17 Jahre ungenutzt.

Fascination of Decay - Fliegerhorst bei Berlin - 11-2011

… Das Tischgestell ist sicherlich nicht von Eiermann.

Fascination of Decay - Fliegerhorst bei Berlin - 11-2011

Fascination of Decay - Fliegerhorst bei Berlin - 11-2011

Hangars im Abendlicht.

Fascination of Decay - Irrenanstalt - 11-2011

Fascination of Decay - Irrenanstalt - 11-2011

… was das jetzt für einen Sinn hatte, ist mir bislang auch schleierhaft. Jedenfalls war zehn vor fünf Ende!

Fascination of Decay - Tanzsaal - 2001 - 11

Fascination of Decay - Tanzsaal - 2001 - 11

Hier wurde noch bis Mitte der Neunziger getanzt und gefeiert ….

Fascination of Decay - Irrenanstalt - 2001 - 11

Fascination of Decay - Irrenanstalt - 2001 - 11

Die Natur holt sich alles zurück!

Fascination of Decay - Irrenanstalt - 2001 - 11

Fascination of Decay - Irrenanstalt - 2001 - 11

Und am Ende: Händewaschen nicht vergessen!

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