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Berlinale – Eindrücke vom ersten Tag

11 Feb

Draussen wars mir dann zu kalt … bevor die Promi-Horde kam.

Berlinale 2010, erste Eindrücke — 11. Februar 2010

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Eine Stadt sieht rot

9 Feb

Wenigstens an einigen Stellen.

Das Plakat zur diesjährigen Berlinale (welches man hier sehen kann, ich verlinke mal nicht so tief heute abend), hat, wie fast immer in den letzten Jahren Diskussionen hervorgerufen. Mal waren es die „Lochschoner“, mal die stilisierten Besucher, dieses Jahr ist das Plakat eben nicht kräftig rot/weiß, sondern eher etwas bläßlich.

Über die Wirkung, getestet am Aufhangstandort Yorckstrasse läßt sich das Fontblog aus. Die Idee, die dahintersteckt, ist ja so blöd nicht, aber anscheinend hat keiner der Kreativen die Wirkung ihrer Gestaltung mal im Kontext des echten Lebens getestet.

Das soll hier aber auch nicht das Thema sein, sondern nur das Vorgeplänkel, denn knallig wirds erst jetzt.

Berlinale 2010, Vorverkaufserwartung in den Potsdamer-Platz-Arkaden — 9. Februar 2010

Seit gestern schläft der Enthusiast (oder … In) gerne mal im roten Ambiente der Potsdamer-Platz-Arkaden und versperrt den willigen Werktätigen, die in die Linkstrasse oder sonstwohin zur Arbeit wollen, muffig den Weg.

Berlinale 2010, Vorverkaufserwartung in den Potsdamer-Platz-Arkaden — 9. Februar 2010

Man ist gut ausgerüstet: Schlafsack, Isomatte, Kafee, Snacks, iPhones mit den letzten cineastischen Highlights drauf (aber keine Steckdose, um das Phone dann morgens um sechs wieder aufladen zu können), man spricht deutsh, japanisch und irgendwelche Akzente, die östlich des Neckars oder westlich der Enz anzusiedeln sind. Allgemeine Fröhlichkeit.

Berlinale 2010, Shop in den Potsdamer-Platz-Arkaden — 9. Februar 2010

Aber alle Hemmungen fallen, wen der Shop so gegen halb zehn aufgemacht wird.

Lass uns froh sein, wenn alle diese apostrophierten 275.000 Besucher das fröhliche Flair der 2010er Berlinale mit den T-Shirts, Taschen und Jacken in alle Kontinente tragen. Wir waren dabei! sagen sie dann. Und ich bin froh, wenn ich wieder ins Daimler Hauptgebäude komme ohne eine dreifache Sicherheits- und Personenkontrolle hinter mich zu bringen. Normalerweise reicht der Betriebsausweis. Das Tizian ist nebenbei auch noch fürs allgemeine Publikum gesperrt. Dabei gabs da bis letzte Woche, für Berlin sehr ungewöhnlich, leckeren Grünkohl.

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Diese beiden Kollegen hingegen hatten einen sehr verantwortungsvollen Job. Da die Lichtinstallation „Fahrräder“ von Robert Rauschenberg in einem Swimming-Pool (oder so ähnlich) vor dem Huth-Haus bei Frost oder ähnlichen Witterungsbedingungen abgebaut wird, aber andererseits die Offenheit und den Kulturcharme des ehemaligen Daimler-Quartiers anzeigt, bleibt den beiden Werktätigen vom Elektro-Kulturkombinat nichts anderes übrig, als zähneknirschend die Neonröhren wieder an die alten Drahtesel zu stöpseln. Damit das ZDF dann mit dem zweiten oder dritten Auge ab Donnerstag einen netten Blickfang hat.

Berlinale 2010, Wiederinstallation der leuchtenden Fahrräder — 9. Februar 2010

Soweit die Stimmung vom Potsdamer Platz heute, zwei Tage vor Beginn der Glamour- Party, mal sehen, was sich noch ergibt, wir bleiben dran …. die neue Kamera ist ja dann frisch zur Hand!

1000 mal Nord-Nordwest

30 Okt

Der Titel „North by Northwest“ ist eine charmante Erfindung eines unbekannt gebliebenen MGM-Mitarbeiters. Vielleicht auch eine aus Hitchcocks Anhang. Dem deutsche Filmnamen „Der unsichtbare Dritte“ stecken die Original-Titelmacher den Fluchtweg ihres Protagonisten Thornhill entgegen.

Hitchcock-Filme ansehen lohnt sich immer. Kaufen, leihen, im Fernsehen drauf achten, entdecken, wie Realität und Imagination wechseln ist spannender als jeder Roland Emmerich (der lief gerade …).

Das Hitchcock-Wiki zeigt zu jedem Film, den der Meister gemacht hat exakt 1000 Bilder, auch zu North by Northwest:

North by Northwest — courtesy by MGM

North by Northwest — courtesy of MGM

Das hier, im Maisfeld, ist nicht nur meine Lieblingsszene, die inzwischen so dermaßen oft kopiert wurde, dass es langsam öde wird, sondern auch der Beginn der Langsamkeit im Kino. Minutenlang passiert nichts. Thornhill läuft in der struppigen Gegend herum. Das kompensiert bei mir ungefähr siebentausend Maschinengewehrgemetzel oder die legendäre Blues-Brother-Verfogungsjagd.

Nichts.

Ein Mann steht einfach an einer Überland-Bushaltestelle und wartet.

hitchcock-1000-frames#2

North by Northwest — courtesy of MGM

Alle 1000 Bilder aus allen Hitchcock-Filmen hier:

1000 Frames of Hitchcock – 52,000 images from all of Hitchcock’s major films

 

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