Archiv | April, 2010

Aller guten Dinge sind drei

26 Apr

Nach den Glückwünschen zur Hochzeit, zum Titelgewinn jetzt der zum Jubiläum:

Jörg Kantel, der Schockwellenreiter — twitpic, 26. April 2010

Happy 10th Birthday Schockwellenreiter.

99 Luftballons

26 Apr

Wow. Was kitschig oder?

99 Luftballons bei Christians und Luises Hochzeit auf Schloß Brüggen — 18. April 2010

Und ich schwöre: Die Kamera lügt nicht. 99 Kirschlollipopähnliche herzförmige Luftballons über dem fetten Frühlingshimmel in Brüggen sehen wirklich so aus.

Ich wünsch Euch was!

Schweine, Kühe, Wedemark

26 Apr

Herzlichen Glückwunsch.

Wer hätte das gedacht, der kleine ESC Wedemark aus dem immer zugigen Eisstadion in Mellendorf ist groß geworden und seit gestern Deutscher Eishockeymeister!

…. wenn ich ehrlich bin, war ich früher am Pferdeturm eigentlich immer Fan vom EHC. Aber Ihr habt da ein cooles Ding abgeliefert. Nächstes Jahr gibts das Doppel: 96 & Scorpions auf dem Treppchen!

Riesenspielplatz ….

20 Apr

Irgendjemand ist sehr geschickt im Reuterkiez und plaziert neben den obligatorischen Turnschuhen, die die Streetgangs an die Ampelmasten hängen, noch gleich ein paar Fahrradreifen über die Strassenlaternen.

Im Selbstversuch hab ich nach gefühlten 25 Malen aufgegeben.

Montag im Reuterkiez — Neukölln, 19. April 2010

Was die Matratze da macht, ist mir auch ein Rätsel …

Vertikale Matratze — Neukölln, 19. April 2010

Plus Schuhe als Reviermarkierung ….

Reviergrenze - Neukölln, 19. April 2010

36h — Wernigerode

11 Apr

Chorprobenhalber diesmal. Das letzte Mal war ich am 18. Dezember 1989 hier. Es hat mir in manchen Teilen besser gefallen … Aber die Harzer auf der ehemaligen Ostseite geben sich mehr Mühe, als ihre Landsleute im Westen.

Trotzdem wurde ich im mittelpreisigen Hotel noch gefragt, ob ich ein Zimmer mit Dusche auf dem Flur oder im Zimmer haben wollte. Was geht denn hier ab?

Ein paar Gemeinplätze.

Freie Fahrt für den Quirl — Wernigerode, 11.April 2010

Es regenete übrigens die ganze Zeit. Blick vom Schloßberg, in der Mittagspause erklommen, auf die Altstadt.

Panorama der Altstadt — Wernigerode, 11. April 2010

Schloßgang mit Fallgatter — wieder enstanden in der Phase der Neubesinnung auf Rittertugenden und -architektur, gestaltet vom Schloßbaumeister Frühling während des erneuten Umbaus ca. 1880.

Fallgatter im Schloß — Wernigerode, 11. April 2010

Zurück, aus dem Gewirr der Altstadtgassen wirkt der palladinische Stil viel stärker, als direkt davor stehend …

Schloß Wernigerode aus der Altstadt gesehen — Wernigerode, 11. April 2010

Trotz der sorgfältig erfolgten Umkrempelung in ein touristisches Highlight finden sich in versteckten Gassen immer noch leicht stalinistisch angehauchte Überbleibsel der Vergangenheit.

Holzschitzerei über dem ehemaligen Kreisgesundheitsamt — Wernigerode, 11. April 2010

Senatsreservenspeicher

10 Apr

Neue Location für Events und Ausstellungen.

Memo im Senatsreservespeicher an der Curvystrasse — 9. April 2010

Gestern abend Eröffung mit Marc Bijl, Bite the Beef (I´m too sad to kill you). Nichts umwerfendes in meinen Augen, aber ein schöner Platz für Konzerte und Aktionen.

Speicherstadt Potsdam

8 Apr

Speicherstadt Potsdam — Decke im Kasino der Fleischfabrik, 2. April 2010

Beim Wort Speicherstadt denkt jeder sofort an Hamburg. Alte Backsteingebäude an schmalen Fleeten. Malerische Mischung aus Lofts und Kaffeeduft, Tabaksäcken und New Economy.

Auch woanders gibts es Speicherstädte: Teerhof und Europahafen in Bremen beispielsweise und Potsdam.

Potsdam?

Auf 70.00 Quadratmetern, direkt am Havelufer ist in Potsdam seit 1683 ein Industrie- und Gewerbegebiet entstanden, das zeitweise zu den größten Europas zählte. Namhafte Architekten unter ihnen Karl Friedrich Schinkel bauten hier im historisierenden Stil Getreidespeicher und andere Gewerbebauten.

Speicherstadt Potsdam — Mehlmagazin (Persiusspeicher) von 1843, 2. April 2010

An einer Hauswand kann man noch den Schriftzug „Heeres-Proviant-Amt“ erahnen, auch das ein Überbleibsel preussischer Geschichte uf diesem Gelände.

Dann kam die Potsdamer Dampfmühle auf dieses Gelände. Sie wurde 1925 vom Getreidehändler Kurt Kampffmeyer gegründet, dem es gelang, sein Unternehmen mit Mühlen in Berlin, Jarmen, Hameln, Hamburg, Köln, Frankfurt, Celle und Kiel schnell auszudehnen. Dieser Konzern wurde schnell der größte Mühlenindustriebetrieb in Europa.

1945 war Schluß, Kampffmeyer wurde in Abwesenheit zu 4 Jahren Zuchhaus verurteilt, sein Mühlenbetrieb ging, wie alles andere auf diesem Gelände in Staatsbesitz über und wurde VEB. Im nördlichen Teil wurde ein Schlachthof in Betrieb genommen, die Reichsbahn hate umfangreiche Gleisanlagen auf dem Gelände.

1990 war erneut Schluß. Seitdem ist das Areal eine der großen Industriebrachen im Berliner Raum. Drei bis fünf Projektentwicklungsgesellschaften versuchen seit zehn Jahren das Gebiet zu entwickeln – mit mässigen Erfolg bislang. Was auch daran liegt, dass hier etliche Gebäude unter Denkmalschutz stehen ….

Speicherstadt Potsdam — links Mühlengebäude, rechts Speicher, 2. April 2010

Im Mühlengebäude, das außerdem noch einen Anleger mit Verlademöglichkeit an der Havel hatte, sind mehrfach Brandstiftungen begangen worden. Dabei ist der größte Teil der alten Technik verloren gegangen.

Speicherstadt Potsdam — Inneres des Mühlengebäudes, 2. April 2010

Im Gegensatz zum Kasino der Fleischfabrik (erstes Bild), das vermutlich gegen Ende der fünfziger Jahre entstand, zeigen die Reste des Kasinos der Mühle noch ein wenig mehr Stil. Man beachte das Firmenzeichen links auf der Tapete.

Speicherstadt Potsdam — Kasino der Mühlenbetriebe, 2. April 2010

Auf dem Gelände passiert das, was an allen Lost Places passiert: Sprayer, Vandalen, Brandstifter, Metalldiebe, Souvenirjäger — sie alle waren in den vergangenen 12 oder 13 Jahren hier und haben eine Wüste hinterlassen.

Speicherstadt Potsdam — Wartungshalle/Werkstatt, 2. April 2010

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Bei zwei Gebäuden ist immerhin erkennbar, das eine neue Nutzung auf diesem Gelände funktioniert. Der alte Schinkelspeicher ist inzwischen zum Wohnprojekt umgebaut und fertig.

Speicherstadt Potsdam — Renovierter Schinkelspeicher, 2. April 2010

Und im Persiusspeicher hat man alle Zwischenböden herausgesägt um … na ja, wahrscheinlich eine Eventlocation daraus zu bauen?

Speicherstadt Potsdam — Inneres des Persiusspeichers, 2. April 2010

Das alles hilft nicht darüber hinweg, dass man an den meisten Ecken des Geländes das Gefühlt hat, in der nächsten Sekunde einem Revolverhelden gegenüber zu treten.

Geisterstadt.

Speicherstadt Potsdam — Geisterstadt, 2. April 2010

Nachtrag: Hidden Places, Lost Areas, Urban Exploring ist ein Hobby von mir. In der Regel werden auch in einschlägigen Foren die genauen Standorte von Exkursionen nicht verraten. Dieses Gelände ist allerdings zu präsent dafür. Nichtsdestoweniger bedeutet die Tatsache, dass ich hier Fotos vom Gelände zeige, nicht, dass das Betreten legal wäre und stellt auch keine weitere Aufforderung dar, dieses nachzutun.

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