Archiv | 21:58

OK — überredet!

12 Okt

Wenn ich mal so drüber nachdenke, was ich sportlich so draufhabe …

Klettern: Bis ich so 17 war. Wwar schön. Harz, Steinberg, Externsteine, Großglockner, zuletzt Abseilen vom Turm der Bethlehemkirche in Hannover (das war mehr Event, als Anstrengung). Erledigt. Bouldern am Teufelsberg zählt jetzt mal nicht.

Reiten: Von 12 bis 16, dann sporadisch. Macht Höllenspass, auch wenn Jungs in diesem Alter und auch danach in dieser Mädchenhochburg immer etwas schief angesehen werden. Ich kauf mir kein Pferd. Nicht erledigt – würd ich weiter machen. Mädels mit Pferd zu mir.

Mountainbiking: Bis das nette Jekyll geklaut wurde immer mal wieder. Nicht erledigt. Investitionen.

Segeln: Ich hab den Segelschein mal in einem Designwettbewerb gewonnen. Ziemlich unerwartet. Aber das hat den Ostfriesen in mir doch beeindruckt. Navicare necesse est. Auf dem Maschsee wars eher harmlos, auf dem Wannsee mit der Sportgemeinschaft schon spassiger. Wasser: OK!

Offorad: 2 x Altmark-Trophy. Zweimal nicht Letzter. Allerdings ist das so eine Sache. Die maximale körperliche Arbeit besteht im Bewegen des Lenkrads ohne Servounterstützung oder dem nächtlichen Ausgraben des Autos während der Rest der Truppe schon feiert.

Laufen: Naja, fast jedes Wochenende ca. 12km Crosslauf. Hält den Bauch im Zaum. Ist oft aber auch mehr Power-Spazierengehen.

Golf: Siehe Laufen. Mit einem Mashie (Eisen 5) kann man ganz lustig den Ball von Pankow bis zum Südkreuz ballern. Frische Luft und Strecke sind wichtiger, als die Zahl der Bälle, die in Spree und Landwehrkanal enden. Crossgolf. To be continued.

Plan: Im August 2010 will ich im Kite-Surf so fit sein, dass ich eine Woche Spass an der Nordsee haben kann, ohne dauernd vom Brett zu fallen. Die Überredung war übrigens nicht so schwer.

Vorbereitung: 3 Kilo weniger (sonst sehe ich im Neo so übel aus). To be done by Feb. 15th, 2010. Lenkdrachen fliegen kann ich. Kontaktlinsen.

Ein Friedhof wird begraben

12 Okt

Autofriedhof Gürbetal (CH) als es ihn noch unberührt gab

Autofriedhof Gürbetal (CH) als es ihn noch unberührt gab

Im Jahr 1933, als man vielerorts noch mit Pferd und Wagen unterwegs war, beschloß der Schweizer Zimmermann Walter Messerli, den Zeichen der Zeit zu folgen und sich statt mit Holz mehr mit Blech zu beschäftigen.

Fortan wurden auf dem reichlich vorhandenem Gelände Autos zerlegt, Ersatzteile gehandelt und was vom Zerlegen übrig blieb parkte man eben an der Hecke hinten links.

75 Jahre hat der Betrieb überlebt, Walter Messerlis Sohn führte den Autofriedhof weiter, ließ die Veteranen der Neuzeit weiterhin hinterm Flieder ausbluten, bis auch in der Schweiz die Behörden zuschlugen und die Schliessung, bzw die Entfernung der Wracks forderten. Natürlich gab es einen Aufschrei. Der Autofriedhof muß gerettet werden, ein nationales Kulturdenmal würde abgerissen, Presse, voran die Oldtimerzeitungen versuchten die (positive) Aufmerksamkeit des Publikums zu erwecken. Ein Verein wurde gegründet. Alles das half nichts, im September 2009 wurden die Wracks meistbietend versteigert. Darunter automobile Meilensteine aller Epochen des 20. Jahhunderts. Ferrari neben IFA W9, Landrover, Brezelkäfer, ein Vorkriegschevy nachbarlich im Tode mit einem schnöden Renault 5 vereint, Jaguar und Isabella, buckliger Volvo neben im Sumpf fast versunkenem Opel Kapitän.

Was bleibt sind Bilder, Erinnerungen. Vielleicht werden ja ein oder zwei Exemplare aus der Auktion wieder mal auf den Strassen unterwegs sein und auf Treffen ihren Zeitgenossen die Gruselstory vom Nahtod in Gürbetal erzählen.

Ich persönlich hätte mir gern den Humber Sceptre Mk III ersteigert (das ist der, der unten liegt)

Offizielle Webseite

Flickr Bilder vom Friedhof

Teaserbildquelle
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