Goodbye

10 Okt

Am Morgen ziehen sie über die Frankfurter Allee …..

Wildgänse über Berlin

Wildgänse über Berlin

In seinem Weltkriegsroman Der Wanderer zwischen beiden Welten schreibt Walter Flex 1916 das Gedicht Wildgänse rauschen durch die Nacht. Das Buch wird in Deutschland dasjenige mit der sechsthöchsten Auflage im 20. Jahrhundert in deutscher Sprache auf gleicher Höhe mit den Stahlgewittern von Jünger und im Westen nichts Neues von Remarque.

Heute ist das Buch vergessen, das Gedicht ist mehrfach vertont vermeintliches Eigentum von völkischen Bünden und militaristischen Organisationen geworden, dabei darf man nicht vergessen, dass auch die andere Seite, nämlich die sozialistische Jungend Deutschlands (Falken), sich dieses Leid zu eigen machten.

Dabei ist das Gedicht eigentlich ein pazifistisches Gedicht, eine Warnung, ein Text, der dem damaligen Zeitgeist , dem Wandervogel entsprang und eher Schwermut widerspiegelt, denn Heldentum.

Wildgänse rauschen durch die Nacht
Mit schrillem Schrei nach Norden –
Unstäte Fahrt! Habt acht, habt acht!
Die Welt ist voller Morden.

Rausch‘ zu, fahr‘ zu, du graues Heer!
Rauscht zu, fahrt zu nach Norden!
Fahrt ihr nach Süden übers Meer –
Was ist aus uns geworden!

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