rottenrails … was ist das?

13 Sep

Sieht man sich alte Karten oder Luftbilder von Berlin und dem Berliner Umland an, erkennt man, dass bis 1945 und teilweise auch bis in die sechziger Jahre hinein der Schienenverkehr die Lebensader der geteilten Stadt war.

Anhalter Bahnhof, Wriezener Bahnhof, RAW Pankow, Betriebsbahnhof Schöneweide, Hamburger Bahnhof, Siemensbahn, Friedhofsbahn. Diese Liste ist beliebig erweiterbar, sie enthält Bahninfrastruktur, die nicht mehr benötigt wird und in vielen Fällen einfach sich selbst überlassen wird. Teilweise sind über fast hundert Jahre gewachsene Strukturen in wenigen Augenblicken zerstört worden (Potsdamer Bahnhof, Potsdamer Ringbahnhof), teilweise schleicht die Veränderung sehr langsam (Ostkreuz, Südgelände). Die Spannung ensteht um so mehr, je häufiger man sich diesen verlorenen Plätzen nähert, um bekanntes wiederzuerkennen oder enttäuscht über nicht mehr rückgängig zu machende Veränderungen trauert. Die Spuren des Berlins der zwanziger und dreissiger Jahre verschwinden nach der Dornröschenzeit in der Lebensdauer der DDR unwiederbringlich.

Ich versuche hier, unter anderem zu dokumentieren, was nach zwanzig, dreissig oder sogar fünfzig Jahren noch mitten in Berlin an Überresten dieser Bahnanlagen noch sichtbar ist. Vergammelte Scheinen – rottenrails!

Lokschuppen Pankow

Lokschuppen Pankow

Rundhaus in Pankow, die Drehscheibe zur Verteilung der Fahrzeuge befand sich im Inneren des Schuppens


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